Über Urs Eigenmanns «Welcher Gott für welche Gesellschaft und Welt?»

| Jesuitenbibliothek, Hirschengraben 74 in Zürich

Das Konzil von Nizäa vor 1700 Jahren prägt das Christentum bis heute. Eigenmanns ebenso sperriges wie kundiges Buch skizziert, welche Gottesbilder damals festgeschrieben wurden und welche politischen und gesellschaftlichen Interessen dahinter standen. Der Autor zeichnet nach, wie sich einerseits mit der Verbindung von Kirche und Kaiserreich ein Gottesverständnis durchsetzte, das Machtverhältnisse stabilisierte und wie anderseits die prophetische und befreiende Botschaft Jesu vom Reich Gottes nicht verstummte. In Anwesenheit des Autors führt die Veranstaltung zu zentralen Themen des Buches und zum Gespräch, welcher Glaube heute zu einer menschenwürdigeren, friedlicheren und gerechteren Welt beitragen kann.

Urs Eigenmann studierte Philosophie und Theologie in Luzern und in Münster. Er promovierte 1984 mit einer Dissertation über den prophetischen brasilianischen Bischof Hélder Câmara. Eigenmann hat zahlreiche theologische Werke veröffentlicht. Von 1986 bis 1991 war er Sprecher der Sendung "Wort zum Sonntag" im Schweizer Fernsehen.

Franz-Xaver Hiestand SJ ist seit dem 1. September katholischer Seelsorger an der Predigerkirche und leitet noch bis Ende Oktober das aki, die katholische Hochschulgemeinde, Zürich.

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