| Jesuitenbibliothek, Hirschengraben 74 in Zürich
Im Bemühen, jüdische Identität im Nachkriegsdeutschland zurückzugewinnen, begannen Martin Buber und Franz Rosenzweig 1925, die Hebräische Bibel neu ins Deutsche zu übersetzen. Die Bibel sollte vom evangelischen Duktus der lutherischen Kirche befreit und ihre hebräische Sprachgestalt erschlossen werden. Mehr noch: Buber und Rosenzweig wollten in einer säkularisierten Gesellschaft eine authentisch religiöse Spracheerfahrung erschliessen. Ob ihnen dies gelungen ist, ist heute umstritten. Das Buch von Inka Sauter, Christoph Kasten und Ansgar Martins zeichnet die Arbeit von Buber und Rosenzweig nach, macht ihren Briefverkehr dazu zugänglich und zeichnet nach, wie die Übersetzung aufgenommen wurde. Es diskutiert die grundsätzliche Frage, wie und ob heute religiöse und biblische Sprache Glaubensidentität stiften kann.
Buchpräsentation und Gespräch zur Publikation mit Prof. Dr. Christian Rutishauser SJ
Ort: Jesuitenbibliothek, Hirschengraben 74 in Zürich, 19.00 Uhr
Eintritt frei