Profil

Das Archiv der Schweizer Provinz der Jesuiten entstand im Jahre 1947 mit der Gründung einer unabhängigen Schweizer Vizeprovinz. Der 1540 gegründete Jesuitenorden wurde 1773 von Papst Clemens XIV. weltweit aufgehoben. 1814 wurde er wieder zugelassen. In der Schweiz mussten jedoch alle Jesuiten auf Beschluss der eidgenössischen Tagsatzung im Jahre 1847 das Land verlassen. Die Bundesverfassung von 1848 enthielt ein Jesuitenverbot. Diese Vorgänge führten dazu, dass ein Grossteil der früheren Ordens-Archivalien in die jeweiligen kantonalen Archive einging. Manche Dokumente befinden sich auch im Archiv der Deutschen Provinz in München.

Mehr zur Geschichte der Schweizer Provinz

  • Schatz, Klaus, Geschichte der Schweizer Jesuiten 1947-1983, Münster 2017.
  • Strobel, Ferdinand, Die Gesellschaft Jesu in der Schweiz, in: Helvetia Sacra, Abteilung VII, Der Regularklerus, Francke Verlag, Bern 1976, S. 1-609.
  • Strobel, Ferdinand, Die Jesuiten und die Schweiz im XIX. Jahrhundert, Ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte des Schweizerischen Bundesstaates, Walter Verlag, Olten u. Freiburg i.Br. 1955.
  • Strobel, Ferdinand, Zur Jesuitenfrage in der Schweiz, Tatsachen und Überlegungen, NZN-Verlag, Zürich 1948.

Das Provinzarchiv steht in engem Kontakt mit weiteren Archiven des Ordens und anderer religiösen Gemeinschaften sowie säkularer Institutionen, insbesondere in der Schweiz und in Europa.