Bücher

Die Jesuitenbibliothek Zürich umfasst rund 100'000 Publikationen. Sie enthält eine Sammlung von Publikationen, die von Beginn an den (klassischen) Fächerkanon katholischer Theologie bewusst in einer ökumenischen Perspektive überschritten hat. Wissenschaftliche Veröffentlichungen im engeren Sinn werden von solchen für ein allgemein interessiertes Lesepublikum ergänzt.

In der Bibliothek befinden sich auch umfangreiche Bestände aus den Bereichen Belletristik und Literaturtheorie, Sozialwissenschaften und Nationalökonomie, Geschichte, Religionsgeschichte und Philosophie sowie zahlreiche biografische Darstellungen. Für diese Bereiche liegt der Schwerpunkt auf Veröffentlichungen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Dazu kommen Spezialsammlungen zu Nationalsozialismus, Marxismus/Kommunismus, Geschichte Osteuropas und orthodoxe Theologie. Die Bibliothek pflegt auch die Sammlung von Publikationen zu Geschichte und Gegenwart des Jesuitenordens, insbesondere in Bezug auf die Schweiz. Wichtige Werke zur Ignatianischen Spiritualität gehören zum Bestand.

Hinzu kommt ein Altbestand von Büchern, die zwischen 1600 und 1850 erschienen und im Besitz des Ordens sind. Es handelt sich dabei um kontroverse theologische Debatten, Predigtsammlungen sowie um historische und aszetische Publikationen zum Jesuitenorden.

Themen im Überblick

Aktuelle Schwerpunkte:

  • Befreiungstheologie
  • Bibelwissenschaft
  • Geschichte des Jesuitenordens
  • Ignatianische Spiritualität
  • Missionsgeschichte
  • Ökumene
  • Osteuropa und orthodoxe Kirche
  • Philosophie
  • Zweites Vatikanisches Konzil

Historische Schwerpunkte:

  • Geschichte
  • Nationalsozialismus
  • Nationalökonomie
  • Sozialwissenschaft der 1930er - 1960er Jahre

Fachzeit­schriften

Die Jesuitenbibliothek Zürich umfasst rund 350 Fachzeitschriften, die dem Leser in gedruckter Form unmittelbar zugänglich gemacht werden. Die mehr als 100 aktuell laufenden Publikationen umfassen wissenschaftliche Zeitschriften aus Theologie und Philosophie sowie Publikumszeitschriften mit den Schwerpunkten Theologie, interreligiöse Fragen, Kultur und Politik. Sie stammen aus Europa und Übersee, sind Referenz-Zeitschriften zur Systematischen Theologie, zu Exegese, Ethik und Ökumene sowie eine Auswahl einschlägiger spezialisierter Zeitschriften. Einen eigenen Schwerpunkt bilden internationale Zeitschriften zur osteuropäischen Geschichte und orthodoxen Theologie.

Der weitere Corpus besteht aus rund 250 «eingestellten» Zeitschriften aus der Periode des Zweiten Vatikanischen Konzils und der unmittelbaren nachkonziliaren Zeit. Er enthält aber auch Zeitschriften aus dem 19. Jahrhundert und der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Hier finden Sie die wichtigsten Zeitschriften im Überblick. Eine detaillierte Liste befindet sich im Aufbau.

Anschaffungs­politik

Die Jesuitenbibliothek Zürich erwirbt Publikationen zu Glaube und Kirche, Christsein und Religion in zeitgenössischer Gesellschaft und Kultur, die eine interessierte Öffentlichkeit ansprechen. Neuerscheinungen und die Aktualität des öffentlichen Diskurses sind dabei leitend. Dazu kommen Publikationen zum Jesuitenorden sowie zu Ignatianischer Theologie und Spiritualität in deutscher Sprache und aus der ganzen Welt.

Bei den grundlegenden Werken der Theologie, Kultur- und Religionswissenschaft sind folgende Gebiete von besonderem Interesse:

  • Politische Theologie und Gesellschaftliche Gerechtigkeit
  • Theologie der Religionen und interreligiöser Dialog
  • Mystik, Spiritualität und negative Theologie
  • Theologie und Kunst (Literatur, Musik, bildende Kunst, Film, Theater)
  • Körper- und Genderfragen als Fokus christlicher Anthropologie
  • Theologische Beiträge aus aussereuropäischen Kulturkreisen

Die Bibliothek berücksichtigt Publikationen anderer Disziplinen insofern, als sie für Christsein und Kirche relevant sind. Angesichts der Bestände in der Zentralbibliothek und anderer Bibliotheken in Zürich werden die fachspezifischen wissenschaftlichen Publikationen der Theologie in Auswahl angeschafft.

Auftrag

Die Jesuitenbibliothek Zürich setzt sich mit Fragen von Theologie und Religion, Kirche und Gesellschaft anhand von Publikationen auseinander. Anschaffungen, Forschung und Veranstaltungen stehen im Dienst, Christsein in zeitgenössischen kulturellen Kontexten für ein interessiertes, öffentliches Publikum zu dokumentieren, zu reflektieren und zu fördern. Ausgangspunkt ist ein interdisziplinärer und dialogischer Ansatz, gespiesen aus einer humanistischen Prägung/einem humanistischen Engagement und einer katholischen Tradition. 

Zielgruppe

Die Jesuitenbibliothek Zürich richtet sich an eine breite Öffentlichkeit, die sich für Fragen von Kirche und Glaube, Religion und Kultur aus einer christlichen und katholischen Perspektive interessiert. Eine besondere Beachtung soll die Adressatengruppe von Studierenden und jungen Erwachsenen finden, d.h. die Zielgruppe der Hochschulseelsorge. Schliesslich stehen Bibliothek und Archiv den Jesuiten zur Verfügung und allen, die über den Orden forschen und an ihm interessiert sind.

Trägerschaft

Die Jesuitenbibliothek Zürich wird vom Verein der Schweizer Provinz der Gesellschaft Jesu in Zusammenarbeit mit der Kath. Hochschulseelsorge aki getragen. Die Jesuitenprovinz ist Arbeits- und Auftraggeberin. Veranstaltungen werden zusammen mit der Hochschulseelsorge organisiert und verantwortet.